2017. Was ist mit dem Hashihasi passiert?

Ihr Lieben,

 

ich weiß, es war so ruhig um mich. Deswegen gibt es jetzt einen groben Überblick über das, was in der Zwischenzeit geschah und ich gelobe Besserung beim Erstellen von Beiträgen.

Gerne reagiere ich auch auf Fragen und mache aus diesen ein Thema.

Fangen wir mal an mit den wichtigen Punkten:

 

Alkohol:

Wenn ich heute einen Kater habe, dann nur deswegen, weil ich ihn mir auch durch zuviel Konsum verdient habe. Der Hashi-Kater ist schon lange nicht mehr zu Besuch gewesen. Allerdings höre ich manches Mal nach einem Nippen auf und verschenke das Bier oä. Wenn ich was trinke, dann Bio-Wein ohne Sulfate (Rot), GinTonic, Bier und Whisk(e)y. Von Dingen wie Sekt oder Kokosmischsachen lasse ich die Finger. Gefühlt spinnt der Körper da eher los. Aber zu meinem Glück schmeckt mir sowas eh nicht. Beim Gin habe ich verschiedene Marken durch und zu meiner großen Überraschung ist der billige Gin aus dem Netto für mich besser verträglich als die anderen Marken unter 35Euro.

Essen:

Zu 95% koche ich selber. Wenn ich koche, dann zu 90% vegan. 9% vegetarisch und gelegentlich überkommt mich die Gier nach englischem Frühstück oder Paella oder (Jaha, Tatsache:) Döner.

Mein Essen vertrage ich grundsätzlich immer. Muss aber dazu sagen: Ich ernähre mich immer noch von Rapunzel, Demeter, Original Beans … Also die nicht ganz so günstigen Dinge aus dem Bio-Segment. Große Leibspeise sind Kartoffeln mit Leinöl und Himalayasalz von Bio4Well. Womit wir beim Thema sind: Aufpassen mit Salz ist absolut notwendig. Genau wie Süßmolkenpulver, Butterreinfett, etc. Grundsätzlich habe ich die Regel: nichts essen, was ich nicht mittels der deklarierten Lebensmittel nachkochen könnte. Damit fahre ich sehr gut. Wann ich das letzte Mal spontan mein Essen rückwärts essen musste oder wirklich ausgeknockt war mit Migräne und allen Folgen kann ich nicht mal mehr sagen.
Problematisch wird’s auswärts, sobald Tüten ins Spiel kommen (Keene Kiffe, sondern Fertighappahappa), da gilt: Manchmal ist Fleisch besser als vegan und idR ist Fleisch immer besser als vegetarisch (im Fall von unbekanntem Koch) und da haut’s mich dann auch manchmal um. Bizarrerweise habe ich alte Ökonudel den Energydring Relentless entdeckt (von der von mir verteufelten Cola-Company…) Wenn ich anschwelle oder allergisiere hilft eine Dose Zitrone Relentless und bumm: So schön wie vorher. Ich gehe davon aus, dass der B12 Anteil darin irgendwie genau richtig zu sein scheint. Mit b12 Spritze oder Drink oder Kugeln oder oder oder… dauert die Wirkung viel viel (viel) länger.

(PS Wenn jemand Interesse hat an veganen leckeren schnellen Gerichten, die komplett ohne Soja und so n Quatsch auskommen, kann ich dazu einen Post verfassen, weil mir Soja & Co auch nur einmal pro Monat auf den Teller kommen — und das zumeist beim Vietnamesen.

PPS Morgens eine Stunde nach L-Thyrox gibt’s Porridge. Und das jeden Tag, der Körper mag diese Regelmäßigkeit sehr gerne…)

 

Salz

Manche Menschen meinen es lieb mit einem und kaufen extra Meersalz. Finger weg davon! Teufelszeug. Am schlimmsten: Jodiertes Meersalz.. Als ob da nicht schon ausreichend Jod drin wäre… Brrr.

Es hat sich nichts geändert. Ein Frühstücksei, ein Milchkaffee und uU ist der Tagesbedarf Jod um ein vielfaches abgedeckt. Ich habe Himalayasalz von Bio4Well für mich entdeckt und auch immer einen kleinen Salzstreuer dabei, wenn ich irgendwo auswärts esse. In einem Hotel hat der Koch extra für mich mit meinem kleinen Salzstreuer gesalzen. Das war ein bißchen sehr schön und sehr lecker und es ging mir sehr gut.

Also Salz ist ein Riesenfaktor!

 

Sport

Ich bin keine Trainerin mehr und mache damit nicht mehr 20 Stunden Sport pro Woche (oder habe ich gar nicht erwähnt, dass ich zwischenzeitlich Trainerin war?), bin aber trotzdem sehr aktiv. Alles mit dem Rad, Treppen, Zirkeltraining, etc… Muskelkater hatte ich einmal in den letzten 3 Jahren und das lag an ungewohnter Dauerhausarbeit (anderes Thema 😉 )

 

Arbeit

Arbeit läuft rund würde ich sagen. Freiberuflich, erfolgreich (nach oben geht natürlich immer noch was 😉 ) und zufrieden. Tatsächlich habe ich mir in den letzten Jahren Karrieretechnisch ordentlich was erarbeitet.

Leben

Gesamzfazit: Hier läuft grade alles rund. Hashimoto ist insofern da, dass ich morgens eine Tablette nehme, warte, etwas esse, meinen Tag rocke, Freunde treffe, Sozialleben habe, zwischenzeitlich ein paar Jahre ehrenamtlich Flüchtlingshilfe betrieben habe (man brauchte mich nur auf einmal nicht mehr 😉 ),  Autogenes Training und ein bißchen Hexenräucherkram betreibe und einfach mein Leben führe, so wie ich es möchte.

Wenn ich zurückdenke an die Beginne muss ich sagen, dass ich mein Leben als Streber empfinde. Die Phasen mit „keenen Bock auf die ganze Scheiße“ haben sich verabschiedet (nicht suizidal, nur genervt, aggro). Wenn mich aber mal das Essen kalt erwischt oder irgendwas nicht so geht, wie ich es gerne hätte, heule ich 10 Minuten intensiv und schimpfe Faustschwingend auf mein Elend. Danach geht’s weiter mit meinem First World Leben.

 

Wie schaut’s bei euch aus? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Und habt ihr irgendwelche Fragen?

Liebste Grüße, Euer Hashihasi

 

 

 

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L-Thyroxin Dosierung

Da war doch irgendwamm ein Thema für meine Texte. Ach so: Hashimoto!

Wenn ich die Suchergebnisse, die Menschen zu diesem Blog führten richtig verstehe, dann ist die Frage nach der richtigen Dosierung eine große Sache.

Ich habe einiges ausprobiert, aktuell bin ich mit meiner Methode sehr zufrieden, kann sich im Winter aber auch wieder ändern 😉 Direkt vorneweg: Alles, was ich ausprobiere, geschieht in Absprache mit meiner Ärztin. Einfach irgendwas machen oder etwas machen, weil man es irgendwo gelesen hat, kann gefährlich werden. (Ach?! Wisst ihr eh.)

Am Anfang habe ich streng nach Anweisung meine Dosis zu Beginn des Tages genommen und dann 20-30 Minuten gewartet, bevor ich losfrühstücken durfte. Dabei bin ich aber immer von Über- in Unterfunktion geschlittert und wieder zurück von Antriebslosigkeit zu einem Hauch von Hyperaktivität.

Dann habe ich deutlich bessere Ergebnisse erzielt durch eine Stunde Wartezeit. Da hatte ich dann aber das Problem von Zittern und Unterzuckerung, wenn ich nicht direkt nach Ablauf dieser Stunde etwas gegessen habe.

Aktuell handhabe ich meine Pilleneinnahme so, dass ich ab 20 Uhr nichts mehr esse (auch nichts mit Milch trinke oder Alkohol oder oder oder ) und dann um Mitternacht meine Tablette nehmen kann. Wenn ich aufwache, kann ich nach Bedarf frühstücken und muss null komma null leiden. (ich liebe es)

Meine Dosis schwankt zwischen 50 und 100. Mein Körper antwortet mir recht schnell auf die Einnahme und an verschiedenen Tagen des Zyklus funktioniert die Aufnahme mehr so unterdurchschnittlich. Das heißt ob 50 oder 75 oder 100 entscheide ich spontan. Meine Werte sind top, mein Wohlbefinden auch. Für mich ist das also der richtige Weg.

Das mit dem nichts mehr konsumieren (Tee + Wasser halt…) ab 20 Uhr hat manchmal Ausnahmen (wenn ich zBsp mit George trinken muss), dann nehme ich die Tablette einfach Morgens und die Stunde Warten tut längst nicht so weh wie früher (von wegen täglich und so).

Es gibt auch Leute, die nehmen Morgens und Nachts ein. Das wäre mir viel zu stressig, aber das sagen widerum sehr viele Menschen über mein Veganertum. Probiert also alles einfach aus. Womöglich ist die richtige Dosis 55-73-100-55 … und nicht wundern, wenn mit Jahreszeitenwechsel die Dosierung nicht mehr passt. Sobald die Ernährung sich ändert, merkt das auch das liebe kleine Hashi 🙂

Farewell meine Lieben, farewell.

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quick update // hashi goes alki

ich war mit der liebreizenden george 2 flaschen wein töten – jetzz dreht sich die kueche. update gibt es morgen…….. liebe vom hashihasi

 

Das schrieb ich etwas betrunken unmittelbar vorm Wegpennen. Wer sich erinnert an meinen Eintrag über Unverträglichkeit von Alkohol, mag sich gewundert haben. Ich fand es auch sehr spannend, wie schnell aus einer Flasche Wein zwei wurden, Bier anschließend auch noch schmeckte und die Welt sehr flauschig ward. Was mich jedoch sehr freute:

Der nächste Morgen.

Ich hatte einen ordentlich, mächtig-fiesen Monsterkater. Aber: NUR einen Kater! Kein Hashimoto-Kopf-Gezwickel-Zwackel-Matschebrei mit Organschmerzen. Hat auch ein paar (etliche) Stunden gedauert, bis ich wieder nüchtern war.

In meinem Leben hat mir selten ein Kater so gut getan wie dieser!

Zwar werde ich das mit dem Alkohol weiterhin nicht als Hobby auffahren, aber gut eingestellt macht ein Parkwein-Abend gar nichts aus und gelegentliche Biere noch viel weniger.

In diesem Sinne: Cheers und Prost!

 

 

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Vorbei mit der Ruhe… I am back

Hallo ihr Lieben,

es war jetzt ja länger irgendwie sehr schweigsam hier beim Hashihasi. Bevor ich aber erzähle, was mir die letzten 1,5 Jahre gebracht haben, gelobe ich alle versprochenen Texte (Jod, Schüssler, etc) nachzuholen und in aller Treu im 10 Tage-Takt Texte zu veröffentlichen.

Tatsächlich hat mich ja der ein oder andere angemailt und ich merke einfach wie wichtig das Thema ist, wie ratlos wir Patienten oft sind. Deswegen freue ich mich wirklich über jede Mail, beantworte so gut ich es weiß und wünsche uns allen ein wonnigrosa-sonniges und sehr flauschiges Dasein.

Warum es jetzt so ruhig war?

Nicht etwa, weil Hashi mich alle mögliche Kraft gekostet hat und ich nichts mehr auf die Kette bekommen hätte. Ganz im Gegenteil. Mit Eigenmotivation habe ich in den letzten 12 Monaten einen Verlag gefunden und 6 Bücher veröffentlicht (Fantasy, Kinderbücher,  Prosa…). Ich würde also sagen: Antrieb? Läuft!

Mit den Lebensmitteln hat sich nichts geändert. Ich bin immer noch vegan (zu 98%) und liebe es. Energielevel ist ganz weit oben, meine Toleranz bei den Allergien ist wesentlich entspannter und meine Blutwerte sind auch top. Mittlerweile koche ich auch ganz andere Dinge und finde es sehr lustig mein Rumgejammer zu lesen nach den ersten veganen Tagen. Alles ad acta. Netterweise gibt es im Friedrichshainer Kiez aber auch das Cafe Frau Miesler, mit dem weltleckersten veganen Kuchen (und die Quiche…..<– ein Traum!) Ist also auch einfach vegan zu sein, wenn das Umfeld da entspannt mitzieht.

Mein L-Thyroxin nehme ich mittlerweile vorm Schlafen ein. Ab 20 Uhr gibt es nichts mehr zu essen, um Mitternacht (oder später) die Tablette. Dann kann ich direkt nach dem Wachwerden losspachteln und muss nicht mehr auf die Uhr schauen. Welche Menge ich nehme, mache ich abhängig von dem was mein Körper mir sagt: 50, 75 oder 100? Das entscheidet mein Körper.

Kaffee und Lakritze sind mittlerweile Ausnahme-Lebensmittel, weswegen dieses Herzrasen und nachts im Bett dem Pochen lauschen ebenfalls ad acta liegt. Auch so von wegen Bluthochdruck? Nö! Nix mehr! Nicht mal nach der Hyposensibilisierung sause ich weg vom Normalen.

Unglaublich wichtig ist immer noch der Sport. Der mir wesentlich leichter fällt als vor einem Jahr und von meinem Körper auch besser verarbeitet wird.

Wer mich jetzt ein wenig scheiße finden möchte, weil innerhalb von einem Jahr und seit der Diagnose alles wesentlich runder läuft und ich vom Hashimoto genau genommen nichts mehr merke, dem kann ich nur sagen:

Es ist harter Verzicht in bestimmten Situationen nicht zum körnigen Frischkäse zu greifen oder den Freunden beim Chips essen, Limo trinken und SchokoladenMousse essen zuschauen zu müssen. Es ist richtig mies durch Kleinstädte zu irren und keinen „Milch“kaffee finden zu können. Es ist nervig in fremden Super/Biomärkten für einen Einkauf mindestens eine Stunde zu brauchen und bei jedem Ausflug mit Billionen Tabletten Schüssler ausgestattet zu sein.

Für mich ist das aber ein fairer Preis. Ich habe um Hashimoto nie gebeten, jetzt ist es aber da. Vor ein paar Wochen habe ich für DKMS die angeforderte Bluttypisierung abgegeben. Es gibt schlimmere Krankheiten als mein Hashimoto, mit wenigen, einfachen Regeln kommen mein ungebetener Gast und ich klar. Wenn Hasi wieder ohne Hashi wäre, würde ich zwar nackt durch den Kiez tanzen und dabei laut „HumpaHumpa“ kreischen, aber bis wir uns trennen, sind wir eine eingespielte WG.

Ich habe genau wie vorher die dunklen Tage, an denen ich alle Menschen an die Wand klatschen möchte und die Regierung für ihre doofe Jodprophylaxe (und die mangelnde Deklarationspflicht) verklagen möchte.Wenn ich so Tage habe, dann gehe ich nicht raus, setze mich auf mein Sofa, bewundere die Katze und fühle nach. Der Zorn hat seinen Raum, seine Zeit – und seine Grenzen. Am nächsten Morgen ist dann auch wieder gut. Wenigstens bei mir hilft es für einen Abend dem Gefühl nachzugeben, dann ist am nächsten Tag der ganze Ärger vergessen und brodelt nicht.

Es gibt übrigens auch Menschen in meinem Umfeld, denen ich ihre Wustwaren in den Hals stopfen möchte, weil sie von mir eine Rechtfertigung für mein Essen hören wollen, Menschen, die einfach nicht wissen, wann sie mal ihre Fresse zu halten haben.

Das macht mich dann wütend, sauer und ich bin versucht in wilder Melodramatik mein „UNHEILBARE KRANKHEIT“ zu zücken, aber allzuoft verkneife ich es mir. Aber manchmal, ganz manchmal, da platzt es dann doch aus mir heraus und der betroffene Gesichtsausdruck des Gegenübers hält für Tage 😉

Ich wünsche euch ein verständnisvolles Umfeld, gutes Essen und ganz viel Freude an den winzigkleinen Dingen im Leben. Es gibt keine Garantie auf einen Fucking-Ausgleich, ebenso wenig wie Gerechtigkeit oder Fairness, alles was wir haben um glücklich zu werden, sind wir selber. In diesem Sinne: fröhliches WG-Treiben mit der auto-immunen Krankheit mit dem putzigsten aller Namen: Hashiiiiiiiiii

Wilde Küsse in die Fremde,

Hashihasi

 

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Essen vs Sport? + update vegan

Liebe fremde Menschen,

bevor ich tatsächlich sinnvolle Beiträge zu Hashimoto, Jod und Deklarationspflicht verfasse, möchte ich noch schnell ein Statement (ab)geben.

Natürlich thematisiere ich Sport. Für manche ist der gar nicht mehr möglich, aufgrund von Wasser im Körper oder einfach der absoluten Schlappheit oder oder oder ….

Wenn ich in meinem Lebensmitteltagebuch genau aufliste wie ich mich bewege, dann nur um zu zeigen wie viel Bewegung möglich ist – trotz stark ausgeprägtem Hashi!

Ganz deutlich möchte ich aber an dieser Stelle sagen:

Ich mache Sport, weil er mir Freude bereitet. Ich liebe Essen (und meistens bereitet auch das mir Freude). Ob ich 2 Tafeln Schokolade esse oder keine ist NICHT mit meinem Sportprogramm verknüpft! Das sind zwei getrennte Themenbereiche meines Lebens!

Die Idee „30Min. länger trainieren und dafür ein Stück Pizza als Belohnung“ zu bekommen, ist mir fremd. Ich trainiere solange ich Bock habe und esse was mein Körper mir nahelegt. Im Fall von Schokolade bin ich oft nach einem Stück glücklich und lasse die Tafel eben liegen, bis zum nächsten Schokoladenhunger. Ich stopfe nichts in mich rein, was mir nach einem Bissen nicht mehr schmeckt und genauso lasse ich nichts weg, wenn es nach einem Happen MEHR, MEHR ruft.

Ohne mahnend zu klingen: wenn man damit anfängt Essen mit Sport zu verknüpfen, dann ist das der erste Schritt in Richtung ungesundes Selbstverständnis. Meiner Erfahrung nach ist es wichtig das nicht zu vermischen. Iss was Dein Körper gerne hätte und beweg Dich auf dem Level, das Dir gut tut.

Ganz persönlich fühle ich mich derzeit wie ein Duracel-Hasi (ganz ohne Überfunktion) weil ich endlich wieder Energie frei habe, die mein Körper in den letzten Jahren für anderes aufwenden musste. Damit ich abends gut einschlafen kann, brauche ich zur Zeit „nur“ 3-4 Stunden Sport und meinen gute Nacht-Tee.

In dem Zusammenhang: VEGAN tut mir bereits jetzt sehr wohl. Nach einer Woche intensiven Motzens, werde ich nun doch satt, bin best friends mit der Mandelmilch und habe immer Obst bei mir. Ich fühle mich besser als vorher, meine Haut sieht viel reiner aus und ich ernte permanent Komplimente für „mein inneres Strahlen“. Sicherlich werde ich auch wieder entnervt werden, aber das ist erst später 😉 Jetzt ist alles gut!

Bei diesem ganzen nervigen Thema über gesundes Körperverständnis möchte ich noch etwas sagen zum Thema ABNEHMEN, BMI, blaaa, blaaa (dafür gibt es nur diesen einen Eintrag und danach möchte ich nichts mehr davon hören)

Ich habe Brüste, eine Taille, einen Arsch, Oberschenkel und Ommas Kampfwaden. Jahrelang hatte ich keine Waage. Mein Spiegelbild mochte ich immer, das Verhältnis Taille-Hüfte empfand ich immer als passend. Wenn Klamotten zu eng wurden, habe ich einfach neue gekauft. Das erste Mal (seit Jahren) gewogen habe ich mich weil ich das Gewicht meiner Katze wissen wollte. Tier auf den Arm. Hopp auf das Gerät. Schock bekommen. Ohne Katze noch einmal aufs Gerät. Schock bestätigt bekommen. Zum Arzt gerannt. „Hallo. Ich wiege viel zuviel. Was da los?“ Wäre die Waage mehr Richtung „früheres“ Gewicht (von vor 8 Jahren) gegangen als gen Dreistelligkeit zu tendieren, hätte ich mit dem Arztbesuch sicher noch lange gewartet. Mein Glück war in diesem Fall die Waage. Genau deswegen freue ich mich jetzt auch, wenn da mal was an Kilos verschwindet, die Arme muskulöser werden und ich in alte Klamotten reinpasse.

„Wenn ich so bin, dann bin ich so. Ich mache mir aber Sorgen um meine Gesundheit.“ <– das war die ganze Zeit mein Problem. Jetzt geht es mit der Gesundheit bergauf und mein Selbstverständnis hat sich gewandelt zu  einem „ich möchte mein ideales Ich sein – und nicht ein anderes Ideal kopieren“.  Was ich dafür mache? Spaß haben! Das essen was mir grade in den Sinn kommt (und sich mit dem ganzen Allergiegerotz vereinbaren lässt), den Sport machen auf den ich Bock habe. Es gibt im Hause des Hashihasis kein angestrebtes Gewicht auf der Waage! (Naja, die Dreistelligkeit will ich nun doch vermeiden.. einfach aus Prinzip). Mit Freunden ausgehen, rumhängen, arbeiten, einfach leben und Freude empfinden für die kleinsten Kleinigkeiten des Alltags!

Den BMI halte ich für wertneutral. Soweit ich weiß, geht der nicht von großen Brüsten aus….. Derzeit bin ich 110-78-109. Und das ist auch gut so. Ich mag mich im Spiegel, ich mag in meiner Haut stecken und ich mag meinen Körper. Genau das sollte doch immer das erklärte Ziel sein, wenn man schon einen Schönheitswahn hat! Nackt vorm Spiegel stehen können und sagen „fesches Eisen“. 5 cm plus, 5 cm weniger….. das bringt noch lange kein Glück!

Happa happa!!!!

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Projekt Vegan, Tag 6

Vor einer Woche gab es den letzten Milchkaffee, das letzte Spiegelei und das letzte Mal Sättigungsgefühl….

Heute ist Tag 6 meines Veganismus. Als bisheriges Fazit kann ich folgendes sagen:

– Ich fühle mich unbefriedigt. Punkt. Ich esse und esse und habe 5 Minuten später wieder Hunger. Eventuell wäre es jetzt an der Zeit mir einen Freund zu angeln, immerhin macht Kochen mir derzeit keinen Spaß, Essen noch weniger und ich denke im Kreis.

– Wer vegan (in aller Konsequenz) aus ideologischen Gründen durchzieht: RESPEKT! Ich könnt’s nicht!

– Da der Eiweißhaushalt ja ausgeglichen sein muss, habe ich einen Essensplan mit Nüssen, Müsli, Haferflocken und anderen Dingen, die eigentlich in meinem Wunschspeiseplan nicht regelmäßig auftauchen – dafür ist der allmorgendliche Milchkaffee passé! (Denn Milchkaffee mit Soja/Reis/Alternativ“Milch“… – für den Geschmack ist das nichts!)

– in der Hoffnung meine Ärztin würde sagen „NEIN, LASSEN SIE DAS“ habe ich mit ihr darüber geredet, leider hält sie das Projekt Vegan für 6 Wochen nicht für unsinnig – und ich bin jetzt auf drei Monate raufgegangen mit dem Projekt.

– Mandelmilch ist toll!

– Ich bin ein wenig körperlich angeschlagen, der Sport läuft nicht mehr ganz so rund und ich schleppe mich mehr von Punkt A nach Punkt B als voller Elan zu sprinten. Das geht aber bestimmt bald wieder weg 😉

 

Motto der Woche:

Du nennst das vegan, ich nenn das „jeden Tag eine Tafel Schokolade“

 

 

P.S. Hätte ich meinen morgendlichen Milchkaffee, wäre der Resttag VEGAN kein Problem…. Gewohnheitstier = ich! Durchhalten, durchhalten… alles eine Frage der Übung!

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Nachtrag zum HASHI + Alkohol Text

Nachdem ich mich durch die Tiefen des Inernets gewurstelt habe, lassen sich folgende Meinungen als Zusammenfassung zum Thema Alkohol bei Hashis feststellen (runtergebrochen auf’s Wesentliche):

Meinung 1: „Stell Dich nicht so an, da musste durch, das wird schon wieder. Reine Kopfsache“ – kann man unkommentiert einfach mal so stehen lassen.

Meinung 2: „Das kommt von der Fettleber. An schlechten Tagen ist die Leber mit dem kranken Körper so beschäftigt, dass sie auf dem Stand einer Alkoholikerleber ist, an guten Tagen ist sie unbelastet“ – daraus resultiert meines Erachtens: ein Glas Bier fühlt sich nich nur an wie 3 Flaschen Wodka, es hat auch denselben Effekt auf die Organe. Inklusive Langzeitschäden?! Whoop whoop?

Meinung 3: „wenn man erstmal richtig eingestellt ist, dann wird das wieder“ – und dann lese ich einfach mal 14.000 Leidensgeschichten von Leuten, die nach Jahren noch nicht richtig eingestellt sind und frage mich erneut: Whoop whoop?

Ich persönlich finde Meinung 2 recht logisch und im Umkehrschluß mit Meinung 3 komme ich zu dem Ergebis von Alkohol komplett die Finger zu lassen. Eine Flasche Wodka würde ich ja auch nicht reinschütten… wenigtens nicht in regelmäßigen Abständen.

Also das Hashihasi trennt sich von seiner „alle 6 Wochen“-Regel und sagt „2 x im Jahr riskiere ich es“ und ansonsten bleibt mir ja immer noch Pfefferminztee…..

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Lebensmitteltagebuch – Teil 1: sowas von nicht vegan

So ihr Lieben,

als Hashi sollte man sich seiner Jodzufuhr ja bewusst sein. Nachdem Jod sich aber in Milch, Eiern, Fleisch, Quark und überhaupt allem Tierischem tummelt – und das auch noch in unbekannter Höhe – werde ich im Februar das Projekt

VEGAN FÜR 6 WOCHEN ausprobieren. Mal schauen ob sich was ändert!

Als Vorher/Nachher gibt es dazu jeweils eine Woche Lebensmitteltagebuch, inklusive Auswirkungen auf Laune, Schlaf und körperliche Belastbarkeit. Um das aber auch mit Aussage zu halten, wird das vegane Tagebuch erst in der 4ten Woche des Projekts stattfinden. Der Körper soll ja auch Zeit haben sich umzustellen (wobei die erste Woche auch ihren Beitrag bekommen wird)

Jetzt aber zu meiner ganz normalen, regulären Ernährung (zwischen der Einnahme von L-Thyroxin und dem ersten Nahrungsmittel liegen jedes Mal mindestens eine Stunde). Wenn ich hinter das jeweilige Lebensmittel die Herkunft schreibe, gilt das auch im nachfolgenden für dasselbe Produkt, es sei denn ich erwähne was anderes. Also tada, Tagebuch 😉

Meine Woche in Essen/Bewegung und Wohlbefinden:

Samstag:

Frühstück: eine Tasse Milchkaffee (Milch Hemme/Kaffee Gepa) // 2 Orangen + 1 Zitrone (gemeinsam ausgepresst und beides aus dem VIV Frischemarkt) // 1 Scheibe Toast mit Butter (Hemme) + Spiegelei (Demeter) + 2 Scheiben Toast mit Veggiepastete, Tomate, Zuccini (Toast = Golden Toast Körner Harmonie / Veggiepastete von Enerbio / Gemüse von VIV Frischemarkt)// Salz + Pfeffer (Halit Verival + Lebensbaum/Ostmann)

Mittag: 1/2 Teller Farfalle Nudeln (Rapunzel) + Spinat (BioBio aus dem Netto)  dazu Knoblauch, Zwiebel, Sesamöl, Muskat, Schwarzkümmel (BioBio aus dem Netto, VIV Frischemarkt, BioZentrale, Demeter) + Vollmilch (Demeter Brodwin), Alpentilsiter Käse (aus dem VIV Frischemarkt)

Abends: Eisbergsalat (aus dem VIV Frischemarkt) mit Sesam, Radieschen, Sesamöl +1 Scheibe Toast (Sesam=Verival, Radieschen=beim besten Willen keine Ahnung, Sesamöl= BioZentrale)

Zwischendurch: Tomate, Zuccini, Erdnüsse (Rapunzel), Milchkaffee (im Kurhaus Korsakow am Boxhagener Platz, Milch von Schwarzwälder), Himbeerschafjoghurt (Swiss Premium), Zartbitter Espresso Schoki (Rapunzel)

Trinken: Yogi Tea Lakritz 2 Tassen, Früchtetee (Meßmer) 3 Tassen, Demeter Zaubertee (1 Kanne), Ingwertee mit frischem Ingwer (1 Kanne/der Ingwer aus dem VIV), 1 Flasche Rhönsprudel Original

Hashis Zustand: abgesehen von der klirrenden Kälte: Hervorragend! Körperlich fit, gute Laune und logisches Denkvermögen vorhanden :o), Schlafmodus: 6 Stunden

Kein Sport, lediglich ein wenig Bewegung (ca. 6km durch die Gegend gelaufen)

Sonntag

Frühstück: 1 Blutorange, 1 Orange, 1 Zitrone (alles aus dem VIV), 1 Tasse P&G Tips, 1 Milchkaffee, 1 Scheibe Toast mit Butter + Salatblatt + Sesam + Tomate, 1/2 Scheibe Bauernbrot mit Butter + Ei, 1/2 Scheibe Bauernbrot mit Veggiepastete, Tomate  + Zuccini (das Brot ist aus Hessen vom Zuckerbäcker Haas und hat in meinem Tiefkühler überwintert)

Mittag: 1 Apfel (Demeter), 1 Scheibe Toast mit Leberwurst (vom Dorfmetzger mit eigener Tierhaltung)

Abends: Kartoffeln (Bio aus Reichelt), Spinat, Knoblauch, Lachsfilet (WWF)

Zwischendurch: Espressoschokolade, 1 Kiwi (aus dem Reichelt), Erdnüsse

Trinken: Ingwertee (1 Kanne), Rhönsprudel Original (1 Flasche), 1 Yogi Tea Classic

Hashis Wohlbefinden: alles gut, körperlich und geistig obenauf, logisches Denkvermögen, Schlaffaktor: 6 Stunden

Kein Sport, lediglich ein wenig rumgelaufen (ca. 5 Kilometer)

Montag

Frühstück: 1 Blutorange + 1 Orange + 1 Zitrone= Saft, 2 Scheiben Weetabix + Milch mit Kiwi und Himbeeren (aus dem Tiefkühler), Milchkaffee, 1 Tasse P & G Tips

Mittag: Reis (Verival) mit Garnelen (es ist ein Siegel drauf, aber wo gekauft? Komplett vergessen) – in Knoblauch, Olivenöl, Muskat eingelegt

Abends: 1 Scheibe Brot (Bauckhof Backmischung Schnellbrot frisch aus dem Brotbackautomaten) mit Butter + Tomate

Zwischendurch: 1 Kiwi, Erdnüsse

Trinken: Rhön Sprudel Original (2 Flaschen), Ingwertee (1 Kanne), 2 Tassen Yogi Tea classic

Hashis Zustand: körperlich gut, aber ein wenig zu wach? (fühle mich wie ADHsler auf Speed) Der Rest stimmt, Motivation ist da, Kopf ist da, Sport war fantastisch, Schlafniveau: 6 Stunden

Sport: 45 Minuten Zirkeltraining, 60 Minuten Zumba im Fitnessstudio und nochmal 45 Minuten daheim und ein wenig rumgelaufen (ca. 5 Kilometer)

Dienstag

Frühstück: Orange + Zitrone + Blutorange = Saft, Scheibe Brot mit Veggiepastete und Zuccini

Mittag: keinen Hunger

Abends: immer noch keinen wirklichen Hunger aber eine Tasse Reis mit Butter

Zwischendurch: Erdnüsse (jetzt ist die 125g Packung leer (Samstag angefangen) und erstmal wieder Ernusspause), Banane, Apfel

Trinken: 1 Kanne Ingwertee, 1 Flasche Rhönsprudel Original, 2 Tassen Zeit zum Träumen

Hashis Zustand: durch den hellen Tag (danke Schnee) komplett bestens gelaunt, ungwohnt wach, motiviert. Ein guter Tag.

Sport: 1 Stunde Crosstrainer +  Rumgelaufe (ca. 5 Kilometer)

Mittwoch

Frühstück: Orange + 2 Blutorangen = Saft, 2 Scheiben Schnellbrot mit dem Rest der Wurst + Tomate + Zuccini, Milchkaffee

Mittag: 2 Bananen + 1 Apfel, klitzekleiner Teller mit Nudeln + Parmesan (aus dem VIV),

Abends: Lachs mit Zuccini + Reis

Zwischendurch: 4 Schokokekse (gebacken von einer Freundin, 100% Bio)

Trinken: 1 Flasche Rhönsprudel, 1 Kanne Ingwertee, 1 Milchkaffee, 1 Tasse Früchtetee

Hashis Zustand: Pilates hat mich heute ehrlich gesagt ziemlich geschafft. Morgen ist mal Feierabend mit Bewegung (man soll es ja nicht übertreiben), Schlafmodus: 7 Stunden

Sport: 45 Min. Zirkeltraining + 1 Stunde Pilates, Rumgelaufe von ca. 5 Kilometern

Donnerstag

Frühstück: Quiche im Café Tasso, mit Salatbeilage + Kaffee

Mittag: war quasi das Frühstück

Abends: Mangoschafjoghurt (Swiss Premium)

Zwischendurch: Schokolade (Espresso und Ingwer von Rapunzel. Beide Tafeln à 80g – Samstag angefangen, heute aufgefuttert), Milchshake (Milch von Hemme mit tiefgefrorenen Himbeeren), Schokocroissant im Café Honig, Apfel, Banane

Trinken: 1 Kanne Zaubertee, 1 Kanne Ingwertee

Hashis Zustand: müüüüüde, Schlafmodus: 8 Stunden

Sport: nein! Nur ein wenig rumgelaufen (ca. 5 Kilometer)

Freitag

Frühstück + Mittag in einem: 2 Orangen + 1 Zitrone + 1 Blutorange = Saft, Milchkaffee, Pizza (nicht selber gemacht, sondern von Wagner, vegetarisch)

Abends: keinen Hunger

Zwischendurch: 2 Joghurt, 2 Äpfel, 1 Banane, 1 Kiwi

Trinken: 2 Flaschen Rhön Sprudel Original, 1 Kanne Ingwertee mit frischem Ingwer, 2 Tassen Yogi Tea Lakritz

Hashis Zustand: ultrafit, wach, bester Laune und voller Tatendrang

Sport: 1,5 Stunden Zumba (zuhaus) + 40 Minuten Zirkeltraining im Fitnessstudio, Rumgelaufe: ca. 5 Kilometer (es wird Zeit für Sommer und das Fahrrad 😉 ) + Großreinemachen, mit Fensterputzen, Bücher abstauben, etc etc (gut 2,5 Stunden in Bewegung dabei)

Fazit: Ich bin offensichtlich permanent mit Essen beschäftigt. Die Woche war aber gut, körperlich alles super, Kopf super, Essen super.

Zweimal hab‘ ich dummerweise was ausprobiert, was eigentlich längst Geschichte ist für mich: Club Mate (beim Kino gehen mal was anderes trinken wollen als Wasser- Ergebnis: BLÄÄÄHBAUCH und tauber Mund.. den Film habe ich trotzdem durchgestanden) und 1/2 Schoko-Banane (als Gastgeschenk….-Ergebnis: ein bisserl Wasser im Körper angesammelt, war aber 24 Stunden später wieder weg)

Im Ganzen ging es mir aber super und diese kleinen Wehwehchen brauchen nicht mehr Raum als sie verdienen (und sie verdienen nicht so viel)

Noch 5 Tage dann wird’s vegan. Ich bin gespannt.

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Alternativen zum Wohlbefinden, Teil 1: wildes Rumgeräuchere

Mein kleiner Hashimoto-Schädel ist gemeinsam mit meinem Körper krank. Wer zuerst damit angefangen hat? Kopf oder Körper?

Beim besten Willen: keine Ahnung.

Was ich aber merke: je besser es dem Kopf geht, desto besser geht es auch dem Hashi-Körper. Klingt ja auch logisch.

Weit verbreitet ist die Theorie, der Mensch mache sich selber krank. Für mich resultiert daraus die Selbstheilungskraft des Menschen. Prinzip schwarz-weiß, Batman-Joker. Das eine bedingt das andere. Darüber streiten sich jetzt die Geister. Mein Geist streitet nicht mit.

Nachdem bei mir der Ausbruch der Krankheit relativ gleichzeitig mit vielzuviel Kopfaction passierte, habe ich mir angewöhnt den Kopf zum Feierabend richtig abzuschalten. Neben dem bewährten autogenen Training (keine wüsten Reisen über wüste Wege in die Unterwelt, sondern „klassisch“), habe ich mir noch was dazu gesucht, was mir richtig hilft beim Entspannen.

Räuchern!

Nicht einfach nur Räucherstäbchen mit Chemie-Zusatz und ekligem Nachgeruch sondern traditionelles Räuchern. Der Räucherladen meines Vertrauens ist derselbe, der den Met verkauft. Die Qualität von dem Räucherzeugs ist wirklich wichtig, ansonsten ist die Lunge/Sonstiges auch noch gleich mit kaputt?! Das will ja dann doch niemand. Jedenfalls habe ich mithilfe von Schüßler und dem Räuchern (zum Schüßlern folgt noch ein Eintrag) meine Selbstheilungskräfte aufs Schönste gefördert und mir Knoten an der Schilddrüse wegentspannt. Klingt absurd? Ist aber so. (mehr Details dazu bei dem Schüßler-Eintrag).

Was räucher ich da denn jetzt genau? Alles was mich beim Zubettgehen entspannen lässt. Die Wirkung ist wirklich unglaublich. Das Kopfkino schaltet aus und die Entspannung ein (Nein, ich kiffe nicht!). Bei mir ist es Styrax, Kiefernharz, Weihrauch und Rosenweihrauch. Der tolle Effekt ist wirklich entspanntes Schlafen und damit erholtes Aufwachen. Grade die Phasen in denen die Hormonwirrungen mich durcheinander machen und ich leicht depri vor mich rumgammel, profitieren davon. Das Räuchern lüftet sogar den phlegmatischen Schleier des Moments! (Nein, ich nehme auch sonst keine Drogen und hab auch kein Eso-problem).

Wer Einschlafprobleme hat oder einfach immer nur ins Bett fällt ohne zu entspannen, dem kann ich Räuchern nur aufs Wärmste empfehlen!

Räucherkohle kaufen, einmal durchglühen lassen, ist sie weiß: Zeug draufpacken, Styrax + Weihrauch eignen sich gut als Basis, falls man noch Kakaoschalen oder Lavendel dazupacken möchte. Dabei gilt: alles was angenehm riecht, macht gute Laune (unabhängig davon was die Verpackung einem verspricht)

Tut auch gut in allen anderen Situationen des Lebens, wenn die Doktorarbeit zuviel Kopf verschlingt oder Herzschmerz-Elend die Luft grau macht….

Damit ist das Räuchern ja schon beinah OffTopic. Ist und bleibt aber empfehlenswert und macht auf ganz legalem Wege sehr, sehr, (…..) sehr glücklich! Und ein glücklicher Geist baut sich seinen glücklichen Körper 😉

Fröhliches Räuchern!

 

 

 

 

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Das Hashihasi und der liebe Sport

Ich mag Sport. 

Sport tut mir gut und sorgt für den nötigen Schwung in meinem Alltag. 

Es gibt Hashimoto-Patienten die mit Sport nicht viel anfangen können. Sei es weil die Krankheit viel zu spät erkannt wurde und alle Symptome lustig den Alltag versauen oder einfach weil Sport nie spannend für sie war. Ich weiß es nicht.

Wenn ich daran zurückdenke, wann ich angefangen habe mit Fitnessstudio (jeden (! und ich meine jeden) Tag Training für 90 Minuten), kommt mir der Verdacht, dass das gleichzusetzen ist mit dem Ausbruch meiner Krankheit. Ich habe damals gemerkt wie antriebslos ich war, wie wenig ich mich mochte und wie dicht ich vor einer Depression stand. Die Depression war in greifbarer Nähe und wabbelte langsam auf mich zu. Meine Angst mich darin für immer zu verlieren, war aber doch größer als die Antriebslosigkeit. Von heute auf morgen erweckte ich ein Hobby zum Leben, war jeden Abend mit Arbeit im Kultursektor beschäftigt und machte jeden Morgen meine 90 Minuten Sport. Glück gehabt – das ist das einzige was ich heute dazu sagen kann.

Für mich war der Schritt logisch der Depression aus dem Weg zu gehen, verstehe aber wie unmöglich das anderen Menschen sein kann. Der Sog sich einfach aufzugeben und damit beinah freiwillig unterzugehen, ist an verschiedenen Tagen zu verschiedenen Situationen besonders hoch.

Wahrscheinlich habe ich meine Aktion nur dem traurigen Fakt zu verdanken, dass alles auf einmal auseinander brach. Mein Job, meine Freunde, Beziehung, die Finanzen – alles war einfach marode. SO NICHT, dachte ich mir und wollte es allen zeigen.

Zwar wurde ich nicht dünner – aber auch nicht dicker. Wesentlich glücklicher wurde ich aber. Das Leben war wieder schön und die Energie reichte wieder für den ganzen Tag. Wäre ich damals zum Arzt gegangen, hätte ich mir sicher einiges erspart. Bin ich aber nicht, damit ist das nicht zu ändern.

Was ich konsequent durchgezogen habe all die Jahre ist mein Sportprogramm. Zur Zeit mache ich mind. 4 x die Woche 60 Min. Sport. Vom Hometrainer, Crosstrainer, Gerätetraining, Zumba, Pilates, Aerobic, Bauch-Beine-Po und Zirkeltraining ist da alles dabei. Zwar bin ich an manchen Tagen weniger belastbar als die anderen Kursteilnehmer und komme auch manchmal an meine Grenzen, aber ich muss nie aufgeben. Muskelkater oder Schmerzen am nächsten Tag habe ich im normalen Rahmen: das gute Gefühl am Vortag an die Grenzen gegangen zu sein. Nicht mehr, nicht weniger!

Bei der Bauch-Beine-Po-Stunde vor meiner Diagnose lag ich zwischendrin fertig auf meiner Matte rum und habe die anderen beobachtet, während ich selber nur noch halbherzig das Beinchen um drei cm in die Luft hob. „Mir doch egal. Ich will Spaß haben und nicht leiden“. Dann kam die Diagnose und ich hatte Angst: Ich habe Hashimoto, wenn ich nicht mehr kann, liegt das an der Krankheit, hoffentlich ruhe ich mich nicht darauf aus und mache nichts mehr. Eine komische Angst? Für mich nicht, mein höchstes Gut im Leben ist die Selbstbestimmung. Kein Gott, kein Geld, kein Götze trifft für mich die Entscheidungen. Jetzt war da auf einmal diese Krankheit und meinte an meinem einzigen Dogma rütteln zu wollen??!! Die Bauch-Beine-Po-Stunde nach der Diagnose hat mich eines besseren belehrt. Ich bin nicht selbstbestimmt, ich hasse es nur fremdbestimmt zu sein! „Diese blöde Krankheit schreibt mir nicht vor wann ich kaputt bin. Das zieh‘ ich durch. Der zeig ich’s“ – dachte ich und steckte mehr Energie rein. Ich zog durch! Darüber bin ich froh. 

Seit ich meine Medis nehme, habe ich ca. 8-10 Kilos abgenommen – aber nichts an meinem Lebensstil geändert. Die Wassereinlagerungen sind weitestgehend gewichen und meine Zehen schauen aus als wären sie schlank 😉 Ich bin im Sport nicht weniger fit oder fitter als vorher – raffe aber Schrittfolgen wesentlich besser. Mein Gehirn macht jetzt mit.  Wer weiß wo ich heute wäre – so ganz ohne Sport? Ich möchte das lieber nicht wissen.

Ich mag Sport. 

Sport tut mir gut und sorgt für den nötigen Schwung in meinem Alltag. 

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