Helden? // off subject

Da habe ich mich mit meinem Post über das faire Team ja dann mal doch geirrt. Oh weia. Wenn sogar den bekannten Nachrichtenmagazinen die Bühnenperformance über die Laufrichtung der Argentinier vs der Deutschen ins Auge sticht, ist es definitiv nicht mehr zu übersehen.

(Nachzulesen Stichwort Gaucho-Tanz <– ).

In meinem Versuch differenziert die Dinge voneinander zu trennen, die grenzwertig sind, die gegen jegliche Grenzen gehen und einfach nur Sport sind, war ich wohl ein wenig vorschnell. 2014 gibt es noch keine Nuancen, 2014 gibt es offensichtlich nur die Menschen mit der Suche nach dem Kollektiv und die, die den Erfolg dieser Suche verhindern wollen.

Wenn ich mich jetzt für eine Seite festlegen muss: Dann bin ich gerne anti-deutsch, dann finde ich den 4. Stern gerne einen Scheißdreck und die schwarz-rot-gold leuchtenden Fans zu 95% fragwürdig.

Wer mitmacht in diesem Zirkus, der verhindert ihn nicht.

Schlimmer noch als die reine Performance sind die Kommentare, die unter den Artikeln zu finden sind. „Macht euch mal locker.“ „Muss man denn immer politisch korrekt sein?“ + „zieht euch den Stock aus dem Arsch“ sind da noch die Harmlosesten.

Dann gab es da noch das „lustige“ Interview von Müller, der auf bayrisch die englisch-sprachige Journalistin in seinem „Siegestaumel“ „veräppelt“. Die Situation wurde einzig von Schweinsteiger gerettet, der den bayrischen Totalausfall mit Komplimenten übersetzt und Charme in die Situation bringt.

Auch hier sind die Kommentare schlimmer als die Aktion selber. Das Video wird zusammengeschnitten auf viele Portalen auf den bayrischen Ausfall und wild bejubelt, „weil der Junge so ist, wie er ist, der lässt sich nicht verbiegen“.

Apropos Jungs, klar die ganzen Familienväter sind gute deutsche Jungs, harmlose Buben, das sind keine Männer, nein, das sind Jungs. Unsere Jungs. Die wollen nur spielen!

Und jetzt kommt’s aber. Lautstark umjubelt die Presse unsere Helden, weil ganz Deutschland ist stolz auf seine WM-Helden.

Ganz Deutschland? Nein, irgendwo in der Linken Szene tummelt sich ein Haufen von Gutmenschen, die gerne Gutmenschen sind, die stolz darauf sind Gutmenschen zu sein. Die die Beleidigung in diesem Wort nicht finden können.

Helden sind diese Fußballer sicher und garantiert nicht! Sportliche Helden fallen mir aber auf Anhieb welche ein, nämlich die Damen und Herren die bei internationalen Wettkämpfen DDR-Bürgern/ DDR- Athleten zur Flucht halfen – mit eigenem Risiko.

Weil jemand aber einen Ball nach vorne treten kann, ist er kein Held! Dann ist er Fußballer, Athlet, Sportler, Profi-Kicker.

Ich brauche keine Helden in Form von Schauspielern, Sportlern, Bands. Ich respektiere Schauspieler  wie Kai Schumann, der seinen RTL-Ruhm nutzt und auf Facebook vegane, politische Statements gibt, die für den leichten Geschmack zu derb, zu heftig sind. Auch die ganzen Stiftungen, Förderprogramme und Sozialleistungen von Özil, Podolski & Co schätze ich sehr.

Doch ist keiner von denen ein Held. Nicht für mich.

Wenn jemand in ein anderes Land zieht, unter dreckigen Bedigungen Geld verdient in der Hoffnung seiner Familie ein besseres Leben geben zu können, das ist etwas vor dem ich noch mehr Respekt habe.

Seiner Verantwortung nachkommen, reicht für mich aber auch noch nicht zum Helden.

Wer oder was für mich ein Held ist, kann ich so nicht sagen. Letztlich ist das mir aber auch egal. Es geht nicht darum mit Cape die Welt zu retten, sondern als Mensch seine Umwelt zu verschönern, sein Umfeld warm zu gestalten. Mit offenen Augen, Ohren und einem offenem Kopf durch das Leben gehen, das ist wichtig.

Und um mal eine Frage klar zu beantworten:

Ja, man muss immer menschenwürdig korrekt sein!

 

So einfach ist das manchmal und jetzt hoffe ich inständig, dass die gute deutsche Fanbasis sich die zdf-Doku über die neuen Nazis reinzieht, einen Antidiskriminierungsworkshop mitmacht und mal versteht, dass man nicht alles machen muss, was man machen kann.

Peace, Cheers & Out.

 

 

 

 

 

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Über hashihasi

Ich bin Ü-30, weiblich und in der Hauptstadt zuhause. Womit wir auch schon direkt beim Thema sind. Die Hauptstadt ist wahrscheinlich mein großes Glück in Sachen Lebensmittelerwerb, hier habe ich Discounter, Bioläden, Wochenmarkt, Ketten, kleine Läden, regionale Produkte in absoluter Fülle und was das Herz begehrt in realistischer Reichweite. Nein, ich finde gesund essen nicht einfach nur toll, sondern bin quasi dazu gezwungen. (Ich wäre ganz sicher nicht halb so konsequent, wenn ich nicht müsste!) Neben Hashimoto habe ich diverse Lebensmittelunverträglichkeiten. Bizarrerweise (glücklicherweise) darf ich alle natürlichen Lebensmittel ohne Probleme verspeisen, ungünstig wird es bei Veränderungen seitens der Lebensmittelindustrie. Zuviel Jod, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, usw usw – die Liste ist lang, die Symptome unterschiedlich. Genau darüber werde ich bloggen. Was ist mit unseren Lebensmitteln los, warum ist das so und – das Wichtigste- gibt es Alternativen? Weder bin ich Ärztin, Lebensmittelberaterin noch auf andere Weise beruflich mit Lebensmitteln und deren Qualität beschäftigt. Ich gebe keine allgemein gültigen Aussagen von mir, sondern schreibe NUR über meine Erfahrung. Wer selber betroffen ist, sollte mit Arzt/Heilpraktiker an der Hand agieren und nicht auf gut Glück den Körper ruinieren, weil für mich bestimmte Dinge richtig sind. Ich freue mich auf Eure Kommentare, gemeinsam Austausch und wünsche Euch erstmal guten Appetit!
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